Männerchor

 

 

Ein bunter Melodienstrauß ganz in weiß

Die Sängervereinigung 1871 stellte mit ihrem Konzert „en Blanc“ was Außergewöhnliches auf die Beine
Von Klaus-Peter Bayer

 (08.09.2018)

 

Zu verschiedenen Anlässen treffen sich mit Körben voller Essen und Trinken elegant komplett in weiß gekleidete Menschen um ein fröhliches Fest zu feiern. Von dieser Idee ließ sich der Vorstand der Sängervereinigung inspirieren und dachte sich eine musikalische Variante aus: ein Chorkonzert mit in weiß gekleideten Chören. So erfreute die Sängervereinigung 1871 am letzten August-Samstag mit nunmehr drei Chören, dem Männerchor, den ColourTones und dem gemischt singenden Chor das Publikum mit einem überaus bunten und bis dato vielseitigsten gesanglichen Programm.

 

Das Dirigat führte Cornelia Jaronicki und Peter Fischer und Sara Rückert, die Sängerin der CoulorTones, übernahm die Moderation.

 

Mit seinen Chören pflegt die Sängervereinigung 1871 sowohl Tradition als auch die modern betonte Interpretation der Weltmusik und moderner Chorliteratur.

 

In seiner Begrüßungsrede gab der erste Vorsitzende Herbert Hartmann seine Freude, auch im Namen seines Chorensembles, zum Ausdruck, das abendfüllende Programm mit den Gästen und Liebhabern des Chor-Gesanges gemeinsam verbringen zu dürfen. Weiterhin hieß er Bürgermeister Werner Schuchmann mit Gattin und Persönlichkeiten aus dem kulturellen Leben und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg willkommen. Zugleich sprach er auch den Sponsoren seinen Dank aus. Für die hervorragende Vorbereitungszeit dankte er der Chor- leiterin Cornelia Jaronicki und Peter Fischer, der den Männerchor in eigener Regie erfolgreich leitet. Ein großes Lob ging an alle Beteiligten für die Mitgestaltung, an die im Hintergrund eifrigen Helferinnen und Helfer, ohne die eine solche Veranstaltung nicht durchführbar gewesen wäre.

 

Nach der Begrüßung und Ankündigung durch Sara Rückert „Lassen Sie sich überraschen“ animierte der Gemischte Chor in der deutschen Liedübersetzung „Ain´t she sweet“ von Milton Ager schwungvoll zum

Mitsingen auf. Mit in die Berge genommen brachte der Chor ruhig fließend mit dem Lied „Weit, weit weg“ Alpenromanik und Liebe zu Gehör. Das im Slow Fox gesungene Lied aus den 70ern „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen“ dankten die Gäste mit kräftigen Applaus.

 

Der Männerchor spannte mit seinen Auftritten mit Weinliedern, alten und neueren Schlagern, Volksliedern eine sehr geglückte Interpretation dieser Gesangsrichtung einen Bogen.

 

Die Darstellung der Bettlerszene in „Dona Maria“ rundete den Kerninhalt des Liedes optisch ab. Phantasievoll und lustig rübergebracht wurde das amerikanischen Volkslied „Hüh a ho alter Schimmel“. Ein kleiner Holz-schimmel wurde von unsichtbarer Hand vor dem singenden Chor über die Bühne gezogen.

 

Mit den gesanglichen Vorträgen zeigte der Männerchor eine ganze Portion Innovatives. Vor allem mit dem eigens zusammengestellten Potpourri 23. Der Namensgebung des Konzertes entsprechend brachten die

Männer Schlager und Volkslieder mit „Weiß“ im Titel zu Gehör. Mit der Zugabe des Millionensellers „Heimweh“ erweckten sie Erinnerungen an die 50er Jahre. Dies wurde von den Gästen freudig beklatscht.

 

Bevor die CoulorTones ihren Auftritt hatten - brillierte Cornelia Jaronicki mit dem Song „The Way we were“, eine Liebes-Leid-Geschichte – ein musikalischer Leckerbissen ihrer Lieblingsinterpretin Barbara Streisand mit Tiefgang. Es folgte eine Eigenkomposition. Selbst arrangiert und mit eigener Piano-Begleitung komplettierte sie das Ganze zu einem musikalischen Hochgenuss. Mit anhaltendem Applaus bedankten sich alle Anwesenden für diese besondere Darbietung.

 

Nach einer Pause mit ganz leckeren Snacks und allerlei Erfrischungen gestalteten die Mitwirkenden einen

stimmungsvollen zweiten Teil.

 

Mit der Ankündigung zum ersten Auftritt der ColourTones konnte gleich ein kleiner Geburtstag gefeiert werden, denn der Chor ist genau zwei Jahre alt geworden. Die Sängervereinigung freut sich einen solches Gesang-Ensembles ins Leben gerufen zu haben.

 

Die ColourTones, die moderne „Ecke“ des ganzen Ensembles, wurde ihrem Stil gerecht: beweglich, präsent und flexibel nahmen sie das Publikum mit in die Weltmusik des Pop.

 

Temperamentvoll dirigiert und gesungen wurden rhythmisch ausgelegte Songs wie „Like ice in the sunshine“ und „Walking on sunshine“. Eine hawaiianische Pop-Variante war mit „Somewhere over the Rainbow“ auch dabei. Der „Zauberer von Oz“, wurde wie im Original von den Akteuren ruhig und fließend geführt.

 

Mit einem Sträußchen aus der unendlichen Weite der Filmmusik erklangen bekannte und legendäre Gesang-Passagen mit gleichnamigen Songs wie „Summer nights“ und City of stars“ aus dem Film „La la land“. Herausragend schmetterten die ColourTones den markanten Ohrwurm „New York, New York“, zu der auch die gekonnte Steppeinlage mit Zylinderhut von Petra Jenicek gehörte.

 

Der Liebe, das nimmer endende Thema huldigten die Sänger mit der Beat-Polka „Wochenend“ und Sonnenschein“. Es folgten zwei an das Herz gehende Lieder, einmal eines aus dem 18. Jahrhundert, nun

musikalisch vertont als Song „Plaisir d‘amour“, fein und getragen intoniert. Berührend wurde das Musikstück „Wunderbar“ zu Gehör gebracht.

 

Programmmäßig kündigte sich das Ende an. Herbert Hartmann bedankte sich für den Besuch. Die Dirigenten und die Moderatorin Sara Rückert erhielten jeweils ein Präsent als Dankeschön.

Das Finale brachten die Sängerinnen und Sänger mit einem satten, kraftvoll, volltönigen Gesamtklang alle drei Chöre mit der weltbekannten Singpartitur aus dem Film „1492 - Die Eroberung des Paradieses“ zu Gehör.

 

Nach stürmischen Beifall und Bravorufen forderte das Publikum die Hobby-Choristen des Gesamtensembles zu einer Zugabe auf, welchen die Chöre nachkamen.

 

„Der Konzertabend wird in seiner Vielfalt der gesanglichen Darbietung einerseits und dem Auftritt im weißen Outfit andererseits sicher unvergessen bleiben. Alles in allem war es ein gelungener musikalischer Abend – dies spiegelte die sehr positive, ja begeisterte Resonanz der Gäste gegen Ende des Liederabends wider“,

resümiert der Autor den Abend. 


 

Starke Auftritte beim Liederabend der Sängervereinigung Frohsinn 03 Modau

 

Von Gerhard Roßmann

(17.06.2018)


Eine eindrucksvolle Demonstration der Leistungsstärke der Chöre aus dem vorderen Modautal konnten die Zuhörer in der voll besetzen Modauhalle am Samstag den 09.06.2018 genießen.

Trotz einer auf Grund der Witterung überhitzten Halle brachten die ca. 200 aktiven Sängerinnen und Sänger ein äußerst abwechslungsreiches Chorprogramm auf die Bühne, das seines gleichen sucht.

Ohne jemanden hervorheben zu wollen, waren vom stimmgewaltigen Männerchor über großen gemischten Chor, Vocalensemble alle Chorkategorien vertreten.

 

Erfreulich war, dass gemäß der gewünschten Ausrichtung des veranstaltenden Vereins Frohsinn 03 Modau die Chöre ihr präsentiertes Repertoire der neueren, noch nicht so gängigen Chorliteratur angepasst hatten. So konnten die Zuhörer ein kurzweiliges Programm von Jazz-Pop über Madrigalebis hin zu in Odenwälder Mundart vorgetragenen Stücken genießen, was folgerichtig mit jubelnden Beifallsstürmen bedacht wurde. Die Veranstaltung ging bis in die dann noch laue Frühsommernacht und die Begeisterung der Besucher und Akteure war deutlich in etlichen interessanten Gesprächen während und nach der Veranstaltung zu spüren.

Somit kann als Resümee gezogen werden, dass der Chorgesangkeine aussterbende Leidenschaft ist, sondern in der heutigen hektisch-schnellen Gesellschaft eine Oase der Entspannung, des Gemeinschaftsgefühls und der Harmonie etwas abseits der modernen Medien darstellt.

Es war eine Mut-machende erfrischende Veranstaltung, die nach Wiederholung drängt.
 
Alle die in den Genuss der Veranstaltung kamen, werden sich gerne daran erinnern und sind herzlich eingeladen, einmal bei einer Schnupperchorprobe vollkommen unverbindlich bei der Sängervereinigung Frohsinn 03 Modau vorbei zu schauen, sie werden das Gefühl einer neuen Gemeinschaftserfahrung sicher mit nach Hause nehmen.


                                                                               

D e r   M ä n n e r c h o r   i m    A p r i l   2 0 1 8

Es fehlen: Dirigent Peter Fischer, Hans Landerer, Alexander Mangold, Klaus Mangold, Horst Weber, Gerd Eberle
6. Person von rechts, teilweise verdecktes Gesicht: Co-Dirigent Manfred Rodenhäuser

Es fehlen: Hans Landerer, Alexander Mangold, Klaus Mangold, Horst Weber, Gerd Eberle
6. Person von rechts, teilweise verdecktes Gesicht: Co-Dirigent Manfred Rodenhäuser

 

 

                                                   Es fehlen: Hans Landerer, Alexander Mangold, Klaus Mangold, Horst Weber, Gerd Eberle


Jahreshauptversammlung der Sängervereinigung 1871 Ober-Ramstadt

Von Klaus-Peter Bayer

(28.03.2018)

 

Die Jahreshauptversammlung des Vereines fand am 9. März 2018 im Restaurant “Europa“ in Ober-Ramstadt statt. Nach Begrüßung und Eröffnung durch den 1 . Vorsitzenden, Herbert Hartmann, wurde der in 2017 verstorbenen Mitgliedern Gerhard Schönbein, Roland Gaußmann und Heinrich Gunkel gedacht.

 

Im Geschäftsbericht ging der Vorsitzende neben den allgemeinen Aktivitäten im Rückblick auf 2017 sowie auf die für 2018 geplanten Chorkonzerte sowie diverse Veranstaltungen ein.

 

Weiterhin berichtete Herbert Hartmann von der derzeitigen Mitgliederzahl (109), Ein- und Austritten(21/10), über geordnete Geschäfte, durch die der Verein in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart seinen Verpflichtungen nachkommen konnte.

 

Erwähnenswert seien die Auftritte auf dem Hammergassenfest und beim Sommerfest 2017, die zu den großen Erfolgen zählten. Aufgrund der Gründung des „neuen“ Chores ColourTones hat sich die Sängervereinigung durch 21 Eintritte verjüngt. Dieser Generationswechsel zeigt sich für den Verein in vielen Punkten als sehr positiv. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die erfolgreichen Präsentationen moderner und zeitgemäßer Chor-Literatur in der Öffentlichkeit. Wörtlich: „Wenn die Entwicklung so weiter geht, braucht der Verein vor der Zukunft keine Sorge zu haben“.

  

In der nächsten regulären Hauptversammlung wird über eine Beitragserhöhung der Mitglieder zu sprechen sein. 

Die Rechnerin Rosmarie Gaußmann berichtete detailliert über die finanziellen Bewegungen und den daraus resultierenden Kassenstand des Vereines – die Bilanz ist positiv.
Ariane Kloster und Susanne Emich-Gunkel bestätigten eine korrekte und übersichtliche Kassenführung.
Den Antrag der Kassenprüferin Ariane Kloster auf Entlastung der Rechnerin und des Vorstandes erteilten die Mitglieder ohne Gegenstimmen. 

Für den Vergnügungsausschuss berichtete Martin Emich chronologisch über die Mitwirkung bei Auftritten eigener und befreundeter Chöre in 2017. In seiner bisherigen Funktion als Event-Manager/Technik kündigte er den Part Event- Manager; für den Teil-Bereich Technik erklärt er weiterhin Verantwortung. Herbert Hartmann und Horst Bergner stellen sich für die kommissarische Übernahme des freigewordenen Amtes zur Verfügung.
 

Helga Müller, aktive Sängerin der ColourTones, berichtete über eine erfreuliche rege Teilnahme in den Singstunden, durch die ein ansehnliches Repertoire an Liedern bis jetzt einstudiert werden konnte. Ein Austauschtreffen des Vorstandes im Februar dieses Jahres mit den Sängerinnen Helga Müller, Sarah Rückert, und Gabi Schäfer, galt insbesondere der Werbung neuer Mitglieder – vornehmlich von Männern. In diesem Zusammenhang ist geplant: für die Homepage und auch bei YouTube hochzuladen: ein Gruppenfoto und professionell aufgenommener Lieder (Video). Werbung soll generell für alle Chöre gemacht werden. 

Alexander Suppes, Initiator und Sponsor des Männerchores, zeigte sich sehr zufrieden auf das nunmehr auf respektable 31 Sänger angewachsene Ensemble. Er lobte sehr das Dirigat Peter Fischers beim Proben donnerstags, was den Sängern viel Spaß geben würde. Nun sei der Männerchor singfähig. Sie freuen sich auf eine erste Präsentation beim Liederabend (Modau) kommenden Juni.

 

Wolfgang Ferschen, aktiver Sänger, stellte schriftlich den Antrag, über den Fortbestand des Männerchores zu entscheiden. Da der Vorsitzendende die Erhöhung des Mitgliederbeitrages zu Finanzierung des Männerchores verständlicherweise ablehnte, verpflichtete sich Alexander Suppes die Kosten des Chorleiters Peter Fischer selbst und durch evtl. Spenden bis 2021 zu tragen.

 

Rückblickend wurde nochmals das schon viel beschäftigte Thema Zusammenlegung des Frauen-und Männerchores angestoßen. Anlass der beschrittenen Lösung war und ist - unter weiteren anderen Gesichtspunkten – das schmale Zeitfenster für eine ausreichende Gesangspflege dreier Chöre (Frauen-Männer gemeinsam sowie ColourTones) an einem Abend. Daraus ergibt sich 45 Min. Proben pro Chor, auch eine altersbedingte Reduzierung der Sängerzahl sowie unregelmäßige Teilnahme beim Proben erschwert die Auftrittsfähigkeit bei Veranstaltungen erheblich.

 

Es gaben kaum Lösungen aus dem Teilnehmerkreis, die den im gemischten Chor singenden Frauen die Möglichkeit geben, innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit als Frauenchor zu proben. Heinrich Lautz‘s Vorschlag (passives Mitglied): alle 14 Tage den Frauenchor proben zu lassen; der Männerchor bleibt unabhängig davon donnerstags bestehen. Die Lösungsvorschläge zeigten aber offensichtlich keine ausreichende Befürwortung, auch sind sie praktisch nicht umsetzbar. Bis dato singt der gemischte Chor beim Proben und erfolgten Auftritten erfolgreich.
 

Zur endgültigen Entscheidung, ob der Männer- und Frauenchor weiterhin zusammen singen soll, stellte der Vorstand den Antrag zur Abstimmung. Klaus Mangolds mündlicher Antrag, geheim abzustimmen, wurde bejaht. Die Abstimmung des Vorstands-Antrages wurde mit knapper Mehrheit angenommen.

 

Im Laufe dieses Tagespunktes konnten die Bedenken nicht vollständig ausgeräumt werden: Angst vor Harmonieverlust oder gar Spaltung der Chorgemeinschaft, weil der Chor gemischt und der Chor ColourTones dienstags proben und die Männer donnerstags.
 

Der 1. Vorstand, Herbert Hartmann, dankte den Vereinsmitgliedern für die Teilnahme und beendete die Versammlung 20:47 Uhr.